Produktbezeichnungen
Spaltmittel – Bedeutung, Verwendung und Abgrenzung
Spaltmittel ist einer der offensten Begriffe dieser Produktgruppe. Er beschreibt das Ergebnis – das Spalten – und nicht den Weg dorthin.
Was bedeutet der Begriff?
Als Spaltmittel wird alles bezeichnet, was ein festes Material kontrolliert auftrennt. In der Bauchemie meint der Begriff üblicherweise ein Quellsprengmittel, also ein chemisch wirkendes Pulver.
Im weiteren Sinn umfasst der Begriff aber auch mechanische Verfahren wie Keilspalten oder hydraulische Steinspalter.
Woher kommt die Bezeichnung?
Die Bezeichnung kommt aus der Steinbearbeitung: Naturstein wurde seit jeher „gespalten“, nicht zerkleinert. Als chemische Quellmittel dazukamen, übertrug sich das Wort auf die neue Produktgruppe.
Der Begriff betont damit ein handwerkliches Qualitätsmerkmal – eine saubere Trennung statt eines Zertrümmerns.
Wo wird der Begriff verwendet?
Verwendet wird der Begriff vor allem in der Natursteinbearbeitung, im Steinbruch und im Handel, wo verschiedene Spaltverfahren nebeneinander angeboten werden.
In technischen Unterlagen steht er selten allein, sondern meist mit Zusatz – etwa „chemisches Spaltmittel“.
- Natursteinbearbeitung
- Steinbruch
- Handel und Gerätevermietung
- Garten- und Landschaftsbau
Ist der Begriff technisch eindeutig?
Nein. Ohne Zusatz bleibt offen, ob ein chemisches Produkt oder ein mechanisches Gerät gemeint ist. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb präzisieren.
Für die chemisch wirkende Produktgruppe ist Quellsprengmittel die eindeutigere Bezeichnung.
Wie funktioniert das Produkt?
Handelt es sich um ein chemisches Spaltmittel, wird das Pulver mit Wasser angemischt und in Bohrlöcher eingefüllt. Der über Stunden aufgebaute Quelldruck erzeugt Risse und trennt das Material.
Bei mechanischen Spaltmitteln wird der Druck dagegen unmittelbar hydraulisch in das Bohrloch eingeleitet – mit begrenzter Bohrlochtiefe und deutlich höherem Geräteaufwand.
Typische Anwendungen
- Naturstein spalten
- Findlinge zerlegen
- Fels in kleinen Abschnitten abtragen
- Beton trennen ohne Erschütterung
- Arbeiten mit begrenztem Platzangebot
Im Vergleich zu verwandten Bezeichnungen
Quellsprengmittel
Präziser Oberbegriff für die chemisch wirkende Variante.
Mehr erfahrenQuellmittel
Betont ausschliesslich das Quellen, ohne die Trennwirkung zu nennen.
Mehr erfahrenSprengmörtel
Beschreibt die Konsistenz während der Verarbeitung.
Mehr erfahrenSCDA
Soundless Chemical Demolition Agent
Internationale Abkürzung für genau diese Spaltwirkung ohne Sprengstoff.
Mehr erfahrenBETONAMIT® und dieser Begriff
BETONAMIT® ist ein chemisch wirkendes Spaltmittel – in der Systematik von KUBATEC BMT AG ein Quellsprengmittel für Fels, Stein und Beton.
Im Unterschied zu mechanischen Spaltgeräten sind Bohrlochtiefen bis mehrere Meter und grosse Bohrlochzahlen wirtschaftlich umsetzbar. Mehr dazu auf der BETONAMIT® Produktseite.
Häufige Fragen
+Ist Spaltmittel dasselbe wie Quellsprengmittel?
In der Bauchemie meist ja. Der Begriff kann aber auch mechanische Spaltgeräte meinen und ist deshalb weniger eindeutig.
+Welches Spaltmittel eignet sich für Findlinge?
Chemische Quellsprengmittel, weil sie auch bei unregelmässigen Blockformen über mehrere Bohrlöcher gleichmässig wirken.
+Was ist der Unterschied zu hydraulischen Spaltgeräten?
Hydraulikgeräte wirken punktuell und sofort, chemische Spaltmittel wirken über Stunden im gesamten Bohrbild und benötigen keine Maschine im Einsatz.
Weitere Produktbezeichnungen
Quellsprengmittel
Der von KUBATEC bevorzugte deutsche Oberbegriff für Produkte, die Fels, Stein und Beton durch Quelldruck kontrolliert trennen.
Mehr erfahrenQuellmittel
Sehr allgemeiner Begriff für alles, was quillt – im Abbruchkontext gemeint als Kurzform für Quellsprengmittel.
Mehr erfahrenSprengmörtel
Bezeichnung, die vom Verarbeitungszustand ausgeht: ein angemischter Mörtel, der eine trennende Wirkung entfaltet.
Mehr erfahrenSCDA
Soundless Chemical Demolition Agent
Internationale Abkürzung für Soundless Chemical Demolition Agent – Schwerpunkt auf dem geräuschlosen Arbeiten.
Mehr erfahrenQuellsprengstoff
Die im deutschen Sprachraum meistgenutzte Bezeichnung – verbreitet, aber sprachlich in der Nähe des Explosivstoffs angesiedelt.
Mehr erfahrenFragen zur richtigen Bezeichnung oder zum Produkt?
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