Produktbezeichnungen

Sprengmörtel – Bedeutung, Funktion und Einordnung

Wer Sprengmörtel sagt, denkt an die Baustelle: an das Anmischen im Eimer und das Einfüllen in Bohrlöcher. Der Begriff beschreibt das Produkt im Zustand seiner Verarbeitung.

Was bedeutet der Begriff?

Sprengmörtel bezeichnet ein Quellsprengmittel in angemischter Form: ein giessfähiger, mineralischer Brei, der im Bohrloch aushärtet und dabei quillt.

Anders als klassischer Mörtel dient das Material nicht dem Verbinden, sondern dem Trennen von Bauteilen.

Woher kommt die Bezeichnung?

Der Begriff entstand aus dem unmittelbaren Vergleich mit anderen Baustoffen: Anmischen, Konsistenz und Verarbeitung entsprechen weitgehend dem, was Bauleute von Mörtel kennen.

„Spreng-“ verweist dabei auf die Funktion, „-mörtel“ auf die Handhabung. Damit gehört der Begriff zu den beschreibenden, praxisnahen Bezeichnungen.

Wo wird der Begriff verwendet?

Verbreitet ist Sprengmörtel vor allem in der Praxis von Bauunternehmen und im Handel sowie in älterer Fachliteratur.

Auch international existiert die Analogie – im Englischen etwa als „expansive mortar“ – was den Begriff für den Austausch über Sprachgrenzen hinweg brauchbar macht.

  • Bauunternehmen und Abbruchbetriebe
  • Handel und Anwendungsberatung
  • ältere Fachliteratur
  • internationale Entsprechung: expansive mortar

Ist der Begriff technisch eindeutig?

Teilweise. „Mörtel“ ist im Bauwesen mit verbindenden Baustoffen belegt; Sprengmörtel bewirkt das Gegenteil. Zudem enthält der Begriff erneut den Wortteil „spreng“.

Für die Verständigung auf der Baustelle ist der Begriff dennoch gut geeignet, weil er Verarbeitung und Wirkung in einem Wort transportiert.

Wie funktioniert das Produkt?

Das Pulver wird mit einer definierten Wassermenge zu einem giessfähigen Mörtel angerührt und zügig in die Bohrlöcher eingefüllt.

Über Stunden entsteht der Quelldruck, der das Material aufreisst. Für grössere Mengen lässt sich das Anmischen und Verfüllen maschinell ausführen.

Typische Anwendungen

  • Betonabbruch in Etappen
  • Fundamente und Bodenplatten
  • Felsnischen und Baugruben
  • Arbeiten ohne Erschütterung
  • grössere Bohrbilder mit Pumpenverarbeitung

BETONAMIT® und dieser Begriff

BETONAMIT® wird auf der Baustelle als Sprengmörtel angemischt: Pulver plus Wasser ergibt einen giessfähigen Brei mit definierter Verarbeitungszeit.

Mischverhältnis, Temperaturfenster und Bohrbilder sind auf der BETONAMIT® Produktseite dokumentiert.

Häufige Fragen

+Ist Sprengmörtel ein Mörtel im bautechnischen Sinn?

Nur in der Verarbeitung. Er verbindet nichts, sondern erzeugt Quelldruck und trennt das umliegende Material.

+Wie lange bleibt Sprengmörtel verarbeitbar?

Die Verarbeitungszeit ist begrenzt und temperaturabhängig. Massgebend sind die Angaben im Merkblatt des jeweiligen Produkts.

+Kann Sprengmörtel maschinell verarbeitet werden?

Ja. Bei grossen Mengen werden Mischpumpen eingesetzt, die das Material kontinuierlich anmischen und in die Bohrlöcher fördern.

Fragen zur richtigen Bezeichnung oder zum Produkt?

Wir beraten Planer, Bauunternehmen und Händler seit über 50 Jahren zum sprengstofffreien Abbruch – vom Bohrbild bis zur Gebindegrösse.